Starke Stimmen für die Zukunft des Frauenfußballs

VOR DEM NORDDERBY IM WESERSTADION LUD DER SV WERDER BREMEN ZU EINEM GEMEINSAMEN AUSTAUSCH EIN

12.09.26 von Tineke Ruchel | 5 Min

Das Nordderby war der Anlass, die Zukunft des Frauenfußballs stand im Mittelpunkt: Am Freitagnachmittag kamen Vertreter*innen der Frauen-Bundesliga, des SV Werder Bremen und des Hamburger SV sowie Partner des SVW im Weserstadion zusammen. Im Fokus standen die Entwicklung des Frauenfußballs, die neue Frauen-Bundesliga FBL e.V. (FBL) und die nächsten Schritte auf dem Weg zu einer stärkeren Liga.

Nach der Begrüßung durch Jan-Luca Lossau, Koordinator Marketing Frauenfußball beim SV Werder, wurde die neue Führungsspitze bei den WERDERFRAUEN vorgestellt. Moderiert von Lossau verfolgten die Teilnehmenden gespannt den sportlichen Talk mit Dominik Kupilas, Leiter Frauenfußball und Internationalisierung, und Lena Lotzen. Lotzen, die das Amt der sportlichen Leitung offiziell im November nach der U17-Juniorinnen-Weltmeisterschaft antritt, habe nach den ersten Gesprächen mit dem Verein nicht lange gebraucht, um die richtige Entscheidung zu treffen.

„Der SV Werder Bremen ist ein bodenständiger Verein mit einer guten Basis. Da musste ich nicht lange überlegen. Unser Ziel ist es, den Frauenfußball in den nächsten Jahren stetig weiterzuentwickeln. Ein wichtiger Bestandteil davon ist die Förderung unserer Nachwuchsarbeit. Wir wollen eine Durchlässigkeit schaffen, sodass auch immer mehr Spielerinnen aus der Jugend den Weg in den Profibereich gehen“, führte Lotzen weiter aus.

Dominik Kupilas blickte nicht nur mit viel Vorfreude auf das Nordderby der WERDERFRAUEN, sondern auch auf seine ersten Wochen als Leiter Frauenfußball. „Ich habe direkt das Vertrauen des Vereins gespürt. Die ersten Wochen waren super. Ich darf mit einem Team zusammenarbeiten, das geschlossen das Ziel verfolgt, den Frauenfußball weiterzuentwickeln. Diese Anfangszeit jetzt mit dem Highlightspiel zu beenden, ist für alle Beteiligten etwas Besonderes“, so Kupilas.

Dominik Kupilas und Lena Lotzen, die zusammen die neue Spitze der WERDERFRAUEN bilden, stellen sich vor.

Im Anschluss an den sportlichen Talk gaben Katharina Kiel, Präsidentin des Frauen-Bundesliga FBL e.V., und Klaus Filbry, Vorsitzender der Geschäftsführung beim SVW und 2. Vizepräsident der FBL, Einblicke in den aktuellen Prozess der neuen Frauen-Bundesliga. Ein Prozess, der bereits vor 2,5 Jahren begonnen hat. „Die FBL ist das Ergebnis einer sehr langen Reise. Mich macht es stolz, in ganz viele Gesichter blicken zu können, die viel Arbeit in die neue Frauen-Bundesliga gesteckt haben“, betonte Katharina Kiel.

In seiner Rolle als Gastgeber begrüßte Klaus Filbry einige bekannte Gäste aus der Frauenfußballbranche. Darunter waren unter anderem Kathleen Krüger (HSV-Sportvorständin) und Eric Huwer (Finanzvorstand beim HSV), Eva Quante-Brandt (Präsidentin des Landessportbundes Bremen) und Katja Kraus (Gründerin FUSSBALL KANN MEHR).

In den kommenden Wochen und Monaten stehen für die FBL neben der Ausschreibung der Medienrechte auch eine mögliche Einführung von Playoffs an. Die Mehrheit der insgesamt 14 Clubs stimmte in einer ersten Abstimmung für die Einführung, um den Wettbewerb in der Bundesliga attraktiver und konkurrenzfähiger zu gestalten. Dass dies keine einfache Aufgabe sein wird, ist den Protagonist*innen bewusst. „Wir wollen mutig sein. Die Menschen in diesem Raum zeigen, wie viel bereits investiert wurde. Das macht mich stolz“, resümierte Katharina Kiel.

Bevor das Nordderby auf dem heiligen Rasen angepfiffen wurde, konnten sich die Teilnehmenden untereinander austauschen. Um den Frauenfußball nachhaltig zu fördern, braucht es Sponsoren und Partner, die hinter der Idee stehen und diese unterstützen. Auch an diesem Abend waren Vertreter*innen von Ammerländer, der Sparkasse und EnergieKontor vor Ort - Partner, die die WERDERFRAUEN bereits seit vielen Jahren unterstützen und damit zur Förderung des Frauenfußballs beitragen. Darüber hinaus begrüßte der SV Werder Bremen Vertreter*innen von Saturn Petcare, Naturkost Kontor, Autohaus Hesse und Weserpark.

Die Bilder vom Netzwerktreffen

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