Eine Stärke namens Müngersdorf

DIE ZAHLEN, DATEN UND FAKTEN ZUM SPIEL IN KÖLN

10.09.26 von Marcel Kuhnt | 3 Min

Außenansicht eines großen, modernen Stadions mit Metall- und Betonkonstruktionen, Menschen, die sich am Eingang versammelt haben, und wehende Fahnen vor dem Hintergrund eines bewölkten Himmels.

Das Topspiel am 3. Spieltag der Bundesliga-Saison 2026/27 steigt in Köln. Und der SV Werder Bremen ist dabei. Am Samstagabend, 12.09.2026, um 18.30 Uhr (live bei Sky und im Liveticker auf WERDER.DE) gastieren die Grün-Weißen beim 1. FC Köln. Worauf sich die Werder-Fans einstellen müssen und was Mut für die Partie in der Domstadt macht, verraten wir euch in den Zahlen, Daten und Fakten zum Spiel.

Festung Müngersdorf: Die wenigen Punkte aus Gastspielen zwingen den 1. FC Köln zu einer gewissen Heimstärke. Der FC gewann keines der letzten 14 Bundesliga-Gastspiele, es gab 6 Remis und 8 Niederlagen, also nur 6 von 42 möglichen Punkten. Aus den letzten 14 Heimspielen war die Ausbeute besser, es gab 15 Punkte. Ihre letzten 4 Siege in der Bundesliga gelangen den Kölnern alle zu Hause, unter anderem zum Auftakt dieser Saison mit 3:2 gegen Hoffenheim.

Eine unangenehme Reise: Heimspiele gegen Werder waren oft Festspiele für Köln. Der FC verlor nur eines der letzten 13 Bundesliga-Heimspiele gegen den SVW: in der Abstiegssaison 2023/24 mit 0:1. Damals traf Justin Njinmah für das Team vom Osterdeich nach 70 Minuten auf Vorarbeit von Mitchell Weiser. Ansonsten gibt es diverse Bestleistungen: Köln feierte historisch gegen den SVW die meisten Heimsiege (30) in der Bundesliga, 110 Heim-Tore sind ebenso Vereinsrekord wie die 22 Heimspiele gegen Werder ohne Gegentor.

Standardisierter Erfolg: Eine Erkenntnis der ersten beiden Spieltage aus Werder-Sicht – die Ecken passen. Nur Werder und Union gelangen bereits 2 Tore nach Eckbällen, gegen Leipzig nutzte Niclas Füllkrug ein solches Zuspiel. Aber auch Köln ist bei Ecken zu beachten, 9 Kölner Torschüsse nach Eckbällen überbietet nur RB Leipzig (10). Werder reichten 6 Torschüsse nach Ecken für 2 Treffer – besagter Füllkrug gegen Leipzig und Dariusz Stalmach in Freiburg.

Ein Fußballspieler in einem grün-weißen Trikot schießt den Ball, während ein anderer Spieler in Rot die Hände hebt; im Hintergrund ist eine Menschenmenge zu sehen.
Marco Grüll legte gegen Leipzig nicht nur auf, sondern traf auch (Foto: W.DE).

Grüll legt auf: Apropos Eckballtore. In der gesamten letzten Spielzeit waren Werder nur 2 Treffer nach Eckbällen gelungen, genauso viele sind es nun schon nach 2 Spieltagen: In Freiburg und gegen RB Leipzig gelang Werder jeweils ein Kopfballtreffer nach einer Ecke von Marco Grüll. Nach nur einer Torvorlage in seinen 33 Partien der Vorsaison steht der ‚Unsung Hero‘ nun nach 2 Spieltagen schon bei 2 Assists.

Langer Hafer: Bei diesem Duell könnte es ein wenig wie beim Tennis hergehen. Werder spielte in dieser Bundesliga-Saison die meisten langen Pässe aus dem Spiel (99), Köln die drittmeisten (92). Und das durchaus erfolgreich, nur die langen Pässe des SVW waren mit 59 Prozent angekommener Bälle noch präziser als die der Kölner (46 Prozent). Auch ein Verdienst der Keeper Marvin Schwäbe und Karl Hein, die für viele dieser langen Pässe verantwortlich sind.

Was macht El Mala? Beim letzten Match des FC in Stuttgart hat Said El Mala – die neue Nummer 10 der Kölner – aufgrund eines Infekts gefehlt. Und das machte sich bemerkbar. Beim VfB fehlte ein möglicher, schneller Abnehmer von langen Bällen, der für ihn eingesetzte Linto Maina hat nicht ganz die Endgeschwindigkeit und Torgefahr. Noch ungefährlicher blieb aber der rechte Flügel der Kölner, über den noch kein Tor diese Saison eingeleitet wurde. Gegen Werder kann sich das ändern, wurden doch 2 der 5 Bremer Gegentore über die linke Defensivseite der Hanseaten vorbereitet.

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