„Die ganze Liga beneidet uns um diese Fans, dieses Stadion und diese Momente“

DIE STIMMEN NACH DEM 1:0-DERBYSIEG GEGEN DEN HAMBURGER SV

11.09.26 von Fiona John | 4 Min

Eine Gruppe jubelnder Fußballspielerinnen und Betreuer feiert auf dem Spielfeld, spritzt Champagner in die Luft und jubelt unter den hellen Stadionlichtern.

Es dauerte eine ganze Weile, bis die erste Akteurin nach dem Derbysieg der WERDERFRAUEN in der Mixed Zone ankam. Nach dem 1:0-Erfolg gegen den Hamburger SV im Weserstadion feierten die Grün-Weißen ausgelassen auf dem Rasen gemeinsam mit den rund 26.000 Fans. WERDER.DE hat die Stimmung nach dem Spiel eingefangen. Die Stimmen.

Cheftrainerin Fritzy Kromp: „Im Stadion zu spielen, ist immer besonders. Die Beine waren ein bisschen wackelig. Die Passquote war heute schlechter als in den letzten Spielen. Trotzdem ist es wichtig, das Spiel auf seine Seite zu ziehen und die Punkte zu holen. Das ist uns gelungen. Ich glaube, die ganze Liga beneidet uns um diese Fans, dieses Stadion und diese Momente. Es sind nicht nur 25.000 Zuschauer*innen hier, es sind Fans. Das ist einzigartig. Isabella hat sich das erarbeitet. Es ist ein Traum, der für sie in Erfüllung geht. Als Kind war sie Werder-Fan, sie kommt hier aus der Gegend. Wir wussten, dass es ein ganz besonderer Reiz heute für sie ist. Sie macht es beim Tor richtig gut.“

Kapitänin Michelle Ulbrich: „Es ist immer wieder großartig, hier zu gewinnen, besonders gegen den HSV. Wir wussten, dass wir nicht viele Spielerinnen haben mit Erfahrung vor so einer großen Kulisse. Daher war uns bewusst, dass es eine gewisse Nervosität geben kann. Das hat man am Anfang gesehen, als wir unser Spiel nicht ganz durchbekommen haben. Trotzdem bin ich stolz auf die Mannschaft, dass wir es nicht mit fußballerischer Extraklasse, aber mit purem Willen und vollem Einsatz geschafft haben, das Spiel auf unsere Seite zu ziehen.“

Vize-Kapitänin Juliane Wirtz: „Gegen den HSV zu gewinnen, ist immer gut. Wir haben ein gutes Spiel gemacht, auch wenn es fußballerisch vielleicht nicht unser stärkster Auftritt war. Das ist aber egal. Wir haben das eine Tor mehr geschossen. Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft. Wir haben viele Spielerinnen auf dem Platz gehabt, die es noch nicht kennen, vor so einer großen Kulisse zu spielen, und davon beeindruckt waren. Trotzdem haben wir es gut gemacht und wenig zugelassen. In der zweiten Halbzeit hatten wir deutlich mehr Chancen und haben das Spiel auf unsere Seite gezogen. Ich hatte vor dem Spiel Gänsehaut, in der Halbzeit Gänsehaut und nach dem Spiel Gänsehaut. Es ist jedes Mal unbeschreiblich, vor dieser Kurve zu stehen. Ich bin froh, dass wir den Fans einen Sieg schenken konnten.“

Eine Fußballmannschaft posiert vor einem Tor, umgeben von jubelnden Fans, die in einem Stadion Fahnen und Transparente hochhalten.
Großer Jubel nach Abpfiff: Die WERDERFRAUEN feierten ausgelassen mit den Fans (Foto: W.DE)..

Torschützin Isabella Jaron: „Es ist Wahnsinn. Mit dem Tor ist es noch mal ein anderes Level. Es wird ein paar Tage und Wochen brauchen, um das zu verarbeiten. Ich wusste, dass wir geile Fans haben. Die Kulisse war der Hammer, das holt einfach noch die letzten Prozente raus. Es ist ein schönes Gefühl, wenn man so einen Rückenwind hat. Auch wenn es spielerisch schwierig war, ist es am Ende des Tages ein Sieg, das zählt. Den Rest gilt es aufzuarbeiten.“

Vorlagengeberin Luna Vanzeir: „Ich kann noch nicht glauben, was passiert ist. Es ist verrückt. Es war ein besonderes Spiel. Bei einem Derby wollen beide Mannschaften unbedingt gewinnen, es wird gekämpft. Deshalb ist es nicht einfach, aber wir haben bis zum Ende gekämpft und gewonnen. Das ist das Wichtigste. Der Platz im Stadion ist verrückt, wenn man die Fans sieht. Es ist ein besonderes Gefühl, die Fans das ganze Spiel schreien zu hören.“

Rückkehrerin Tuana Mahmoud: „Was gibt es Besseres, als Derbysieger zu sein? Stadionspiele sind immer etwas Besonderes. Als kleines Kind träumt man davon, vor so einer Kulisse zu spielen. Ich bin glücklich und dankbar, dass wir das Spiel gewonnen haben und so viele Fans da waren. Viele haben noch nie vor so einer großen Kulisse gespielt. Gegen den HSV ist es außerdem immer ein schwieriges Spiel. Wir waren am Ende aber die Mannschaft, die es mehr wollte. Ich habe 364 Tage darauf gewartet, wieder auf dem Platz zu stehen. Ich bin froh und dankbar, dass ich wieder spielen kann, bin meiner Familie und Freunden dankbar, dass sie mich durch die schwere Zeit begleitet haben, und freue mich auf alles, was jetzt kommt.“

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