"Eine Grauzone, in der wir uns bewegen"

DANIEL THIOUNE AUF DER PRESSEKONFERENZ VOR DEM SPIEL IN KÖLN

10.09.26 von Marcel Kuhnt | 3 Min

Ein Mann in einem Sport-Hoodie spricht auf einer Pressekonferenz, wobei die Logos der Sponsoren zu sehen sind. Auf dem Tisch stehen Wasserflaschen und ein Bildschirm, auf dem das hummel-Logo zu sehen ist.

Vor dem Auswärtsspiel beim 1. FC Köln (Samstag, 12.09.2026, um 18.30 Uhr live bei Sky und im Liveticker auf WERDER.DE) spricht Cheftrainer Daniel Thioune über die mögliche Aufstellung, die Entwicklung der Spielidee und die Bedeutung von Leidensfähigkeit. Auf der Pressekonferenz äußerte er sich über…

…die mögliche Aufstellung: „Die Spieler, die gegen Leipzig auf dem Platz standen, haben eine Menge dafür getan, dass sie auch gegen Köln beginnen. Daher geht die Tendenz dahin, dass wieder die elf Jungs starten werden.“

…die Leidensfähigkeit des Teams: „Ich bin überzeugt, dass Leidensfähigkeit ein Schlüssel dafür ist, um zu wachsen. Es geht aber nicht nur darum, sein Tor zu verteidigen, sondern wir wollen auch unseren eigenen Ballbesitz erhöhen. Dennoch müssen wir sehen, dass gegen Leipzig sieben Spieler in der Startelf standen, die letztes Jahr noch nicht hier waren. Fünf Neuzugänge davon hatten keine richtige Vorbereitung. Daher haben wir erst mal die Dinge vereint, die für mich nicht verhandelbar sind. Das ist Einsatzbereitschaft, Leidensfähigkeit und die Gier, sein Tor schadlos zu halten. Daher können wir nicht verlangen, dass die Mannschaft direkt das Spiel dominiert, aber eben Situationen aushalten kann. Und daher muss ich mich korrigieren oder bin mit der Formulierung Benchmark vorsichtig, aber zumindest hat das Team eine Erwartungshaltung geschaffen, woran wir sie messen können.“

…die Spielidee: „Natürlich wollen wir mehr Fußball spielen. Daher haben wir diese Woche an der Thematik gearbeitet. Für uns geht es jetzt darum, mit den neuen Spielern eine eigene DNA zu entwickeln. Dennoch sollten wir Köln nicht unterschätzen, nur weil sie nicht die Kaderqualität haben, wie Leipzig sie hat. Wir wollen Augenhöhe erreichen. Und dann müssen wir vielleicht mehr wie Heidenheim sein und nicht wie Bayern München. Denn das eine können wir inhaltlich nicht, das andere können wir aber definitiv. Das ist auch der Fehler, den wir in der letzten Rückrunde gemacht haben. Immer, wenn wir uns auf Augenhöhe gesehen haben, haben wir grundlegende Faktoren vermissen lassen. Und vielleicht geben wir den Kölnern erst mal den Ball, aber werden dann die Räume maximal aggressiv bearbeiten.“

…die Leistungsfähigkeit: „Wir sollten die beiden bisherigen Partien nicht schwarz-weiß färben. Wir waren in Freiburg nicht komplett bodenlos, gleichzeitig haben wir uns gegen Leipzig nicht auf den Olymp gespielt. Es ist eine Grauzone, in der wir uns bewegen. Ich fand es auch richtig, wie demütig die Jungs nach dem letzten Spiel waren. Dennoch wollen wir mit einer ähnlichen Erwartungshaltung wie zuletzt die Partie gegen Köln angehen, damit wieder ein positiver Auftritt rumkommt.“

Ein Mann mit langen Haaren und einem Stirnband steht im Freien und lächelt. Er trägt ein hellgrünes Sportshirt, im Hintergrund ist verschwommenes Grün zu sehen.
Steht gegen Köln womöglich im Kader: Mitchell Weiser (Foto: W.DE).

…die Leistung von Arthur: „Er ist vielleicht etwas untergegangen, weil andere direkt stark performt haben. Dass Youri direkt der Dirigent ist, war auch nicht so zu erwarten. Grundsätzlich war ich mit ihm und beiden Pärchen auf den Seiten zufrieden. Dennoch sollten wir noch etwas warten, bis wir ihn beurteilen. Am Ende habe ich ihn auch erst ein paar Tage im Training gesehen.“

…die Erwartungshaltung an die Rückkehr von Mitchell Weiser: „Eine schwierige Frage, die die Presse vermutlich besser beurteilen kann, ob er besser oder schlechter aus der Verletzung zurückkehrt. Mitch hat sich in der Reha auf jeden Fall gequält und vielleicht sehen wir am Ende einen Mitchell Weiser, wie wir ihn noch nicht gesehen haben. Obwohl er viele Widerstände gebrochen hat, sollten wir ihm trotzdem die nötige Zeit geben. Am Ende werden wir uns alle freuen, wenn er wieder zeigen kann, welche Qualität er hat.“

…Senne Lynen: „Senne Lynen hat sich seinen Stammplatz erarbeitet. Er verfügt über hohe Qualität und ich gehe nicht so weit, dass ich ihm den abspreche. Ihm fehlt eine komplette Vorbereitung. Die Entscheidung, ihn nach nur drei Einheiten im Freiburg-Spiel einzusetzen, war nicht gut. So ehrlich müssen wir sein. Senne müssen wir nun langsam belasten und wir müssen geduldig sein. Vielleicht bringt ihm die Länderspielpause weiter. Ich würde es aber begrüßen, wenn er nächste Woche wieder ins Training einsteigt.“

…die Situation von Felix Agu: „Wir werden die Belastung jetzt erhöhen. Er wird morgen am Abschlusstraining teilnehmen, aber noch nicht in voller Intensität. Aktuell können wir es uns erlauben, dass wir ihn ruhig aufbauen. Daher schauen wir mal, ab wann er eine Kaderoption wird.“

…Niklas Stark: „Er ist ein großer Faktor, auch wenn er gerade nicht auf dem Platz steht. Die Atmosphäre auf der Bank mit ihm und Alex Schlager war gut. Dennoch möchte er mehr und wir auch. Daher schauen wir von Tag zu Tag, wie wir ihn belasten können.“

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