Gelungene Eingewöhnung

WERDERS DEBÜTANTEN ÜBERZEUGEN BEI IHREN PREMIEREN

06.09.26 von Fiona John | 3 Min

Zwei Fußballspieler in grün-weißen Trikots umarmen sich lächelnd auf dem Spielfeld, im Hintergrund jubelt die Menge.

Das Spiel des SV Werder gegen RB Leipzig war nicht nur der Heimspielstart in eine neue Saison, sondern auch ein Debüt für zahlreiche Werderaner. Während die beiden Torschützen des 3:1-Erfolgs Niclas Füllkrug und Eren Dinkçi jeweils erstmalig nach ihrer Rückkehr wieder in einem Pflichtspiel im Weserstadion aufliefen, war es für viele weitere Grün-Weiße der erste Auftritt im ausverkauften Weserstadion.

Für Daniel Thioune lag die Aufgabe in den letzten Tagen und Wochen darin, Werders Neuzugänge bestmöglich zu integrieren. Keine leichte Aufgabe für den Cheftrainer, nachdem allein zum Start der vergangenen Woche noch drei Spieler zum Team stießen. „Wir hatten fünf Spieler in der Startelf, die nicht in der Vorbereitung bei uns waren“, erklärt der Übungsleiter und nannte im gleichen Atemzug die Gründe, warum der Erfolg gegen Leipzig trotzdem gelungen ist: „Dass inhaltlich noch nicht alles ausgewogen sein kann, liegt auf der Hand. Das, was ausgewogen sein muss, ist die Bereitschaft, miteinander etwas zu erreichen. Das hat die Mannschaft eindrucksvoll gezeigt“, so Thioune und ergänzt: „Es ist beeindruckend, wie gut die Neuen harmoniert haben. Aber wir müssen ihnen Zeit geben und ein bisschen geduldig sein, da geht noch etwas mehr.“

Fußballspieler in roten und grünen Trikots kämpfen auf dem Spielfeld um den Ball, im Hintergrund sind Zuschauer zu sehen.
Direkt mittendrin und ohne Anlaufschwierigkeiten: Youri Regeer (Foto: nordphoto).

Für die beiden Last-Minute-Transfers Arthur und Youri Regeer war die Vorbereitung auf das Spiel gegen Leipzig besonders kurz. Während Brasilianer Arthur, ausgeliehen aus Leverkusen, die Bundesliga bereits kennt, war es für den Niederländer Regeer die Premiere im deutschen Oberhaus. „Ich muss noch etwas in die Intensität der Bundesliga reinwachsen. Aber ich habe 83 Minuten gespielt. Kein schlechter Start“, kommentierte der Sechser im Anschluss an sein Werder-Debüt, dass er beinahe mit seinem ersten Tor gekrönt hätte. „Es war eine gute Chance, der Torwart hat weit vor dem Tor gestanden. Dann habe ich es probiert“, kommentiert er seinen Fernschuss in der 48. Minute, den Leipzig-Keeper Maarten Vandevoordt mit den Fingerspitzen an die Latte lenkte. „Youri ist ein sehr schlauer Spieler mit einer guten Handlungsschnelligkeit und einer guten Spielübersicht. Das hat man in diesem Spiel gesehen“, lobt Werders Geschäftsführer Fußball, Clemens Fritz, den Niederländer. „Mich überrascht es ein bisschen, wie gut er nach drei Trainingseinheiten drin war. Das ist nicht selbstverständlich. Es freut mich, dass er so einen guten Auftakt hatte.“

Doch nicht nur Werders Neuzugänge feierten gegen Leipzig Premiere. Beinahe unbemerkt und überschattet vom anschließenden Treffer zum 2:0, wurde Paul Erevbenagie in der 67. Minute eingewechselt. Die Belohnung für die gute Vorbereitung des 19-jährigen Eigengewächses, das prompt zeigte, was es vorzuweisen hat. So scheiterte der Stürmer aus spitzem Winkel zwar an Leipzigs Schlussmann, leitete mit seinem Vorstoß aber den Angriff ein, der zum 3:0 und damit zur Entscheidung führte. „Er ist ein Jugendspieler, der durch unser LZ gegangen ist. Hier so vor 40.000 Fans zu spielen, ist nicht selbstverständlich“, lobte Thioune, der nun mit vollständigem Kader und mehreren Optionen arbeiten kann.

Ein Fußballspieler im grün-weißen Trikot grinst in die Kamera, er steht in einem Stadion. IM Hintergrund sind Flutlicht und Menschenmassen unscharf zu erkennen.
Ein strahlendes Gesicht bei Paul Erevbenagie nach seinem Bundesliga-Debüt (Foto: W.DE).

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