Comeback-Qualität und Konterstärke
ZAHLEN, DATEN & FAKTEN ZUM AUSWÄRTSSPIEL BEIM 1. FC KÖLN
08.04.26 von Moritz Studer | 4 Min
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Ein Duell der Tabellennachbarn: Der SV Werder tritt am Sonntag, 12.04.2026, um 15.30 Uhr (live auf DAZN und im Live Ticker auf WERDER.DE) in einer richtungsweisenden Begegnung beim 1. FC Köln an. Dort wird FC-Interimstrainer René Wagner seine Premiere vor heimischem Publikum geben. Den Rheinländern ist es gelungen, in der Rückrunde eine ihrer großen Schwachstellen abzustellen, wie ein Blick auf die Zahlen, Daten & Fakten verrät.
Der neue Trainer: René Wagner begleitete Steffen Baumgart als Co-Trainer bei dessen Stationen in Paderborn, Köln, Hamburg und bei Union. Im vergangenen Sommer kehrte der 37-Jährige allerdings zum FC zurück und assistierte dort Lukas Kwasniok. Nachdem dieser vor der Länderspielpause freigestellt wurde, übernahm Wagner die Verantwortung auf der Trainerbank und gab beim 2:2-Unentschieden gegen Eintracht Frankfurt sein Debüt als Interimstrainer. Sicherlich ist das Auswärtsspiel am Main nicht aufschlussreich für eine Begegnung vor eigenem Publikum, trotzdem setzte die Wagner-Elf bei dessen Premiere vor allem auf ein schnelles Umschaltspiel.
Die Schlüsselspieler: Said El Mala und Jakub Kaminski sind wohl die herausstechenden Akteure bei den Kölnern. Letzterer ist vom 1. FC Köln derzeit kaum wegzudenken: Die Leihgabe des VfL Wolfsburg verpasste nur 21 Bundesliga-Minuten, produziert die meisten FC-Torschussvorlagen (44) und rennt ligaweit die viertmeisten Kilometer (320,41). Die Rolle von U21-Nationalspieler El Mala als Edel-Joker war unter Kwasniok viel diskutiert worden, mit vier Treffern und drei Assists von der Bank (insgesamt: zehn Tore und vier Vorlagen) ist er der erfolgreichste Einwechselspieler in dieser Saison. Dem Vernehmen nach wird der dribbelstarke Angreifer unter Wagner bessere Aussichten auf die Startelf haben, wo er Dribbelstärke und Geschwindigkeit (35,54 km/h in der Spitze) ausspielen kann.
Comeback-Qualitäten: Den Kölnern ist es in Frankfurt zwar zum ersten Mal gelungen, einen Zwei-Tore-Rückstand noch in einen Punktgewinn umzumünzen. Nichtsdestotrotz haben die Domstädter bereits mehrfach nachgewiesen, dass es fahrlässig wäre, sie vorzeitig abzuschreiben. Insgesamt kam der Aufsteiger zum neunten Mal nach einem Rückstand noch zu Zählbarem – nur die Bayern punkteten einmal häufiger nach einer Führung des Gegners. Werder musste sich im Hinspiel gegen den FC in der Nachspielzeit mit einem Remis (1:1) begnügen.
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Aus Schwäche wird Stärke: Dem FC ist es gelungen in der Rückrunde eine ihrer Schwachstellen fast komplett zu beseitigen. Immerhin kassierte über die komplette Spielzeit nur der VfL Wolfsburg (15) noch einen Gegentreffer mehr nach einem ruhenden Ball als die Rheinländer (14) – alleine sieben davon nach Eckbällen. Das Hinspiel-Tor von Marco Friedl, das über die zweite Hereingabe nach einer Ecke fiel, zählt in diese Statistik nicht einmal mit rein. In der zweiten Saisonhälfte nahm der Aufsteiger allerdings erst einen Standard-Gegentreffer hin und stellt in diesem Saisonabschnitt einen Bestwert – Schwäche beseitigt.
Konterstärke: Nach gegnerischen Ballverlusten schnell selbst erfolgreich zu werden, ist eine der großen Stärken des Aufsteigers. Mit den angesprochenen El Mala und Kaminski haben die Kölner federführend zwei Box-to-Box-Spieler in ihren Reihen, die mit Tempo viel Feld überbrücken können. Insgesamt schlug der FC bereits sieben Mal über Konterangriffe zu – nur der FC Bayern München und der Hamburger SV waren in dieser Hinsicht noch erfolgreicher (10 Tore).
Gute Absicherung: Werder gelingt es wiederum, ligaweist die meisten Torschüsse aus Konterangriffen zu produzieren. Der FC schaltet aber nicht nur nach vorne, sondern auch in der Defensivbewegung hervorragend um. Die Kölner lassen die zweitwenigsten Abschlüsse (19) auf diese Weise zu, zudem halten sie das Risiko im eigenen Ballbesitz sehr gering. Nach Ballverlusten im Spielaufbau kassierten der Aufsteiger erst sechs Gegentore – im Ligavergleich der beste Wert.
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