"Ich möchte den nächsten Schritt machen"

NEUZUGANG THEA FARWICK IM INTERVIEW

23.05.26 von Marie Backhaus | 6 Min

Thea Farwick trägt ein Sporttrikot und steht vor einem grün-weißen Hintergrund mit einem stilisierten Logo.

Mit 19 Jahren bringt Thea Farwick bereits Erfahrung aus der 2. Frauen-Bundesliga, zahlreiche Einsätze in den deutschen U-Nationalmannschaften und große Ziele für ihre Zukunft mit an den Osterdeich. Im Interview mit WERDER.DE spricht die neue Torhüterin der WERDERFRAUEN über ihren Wechsel nach Bremen, die Nähe zur Heimat, ihre Entwicklung als Keeperin und warum Werder für sie der richtige Ort ist, um die nächsten Schritte in ihrer Karriere zu gehen.

WERDER.DE: Moin Thea, herzlich Willkommen in Bremen! Schön, dass du da bist. Ab der kommenden Saison wirst du das Torhüterinnen-Team der WERDERFRAUEN verstärken. Warum hast du dich für den Schritt vom SV Meppen hierher entschieden?

Thea Farwick: Ich möchte jetzt persönlich gerne den nächsten Schritt in meiner Karriere machen und in die Bundesliga wechseln, um das Ganze auch wirklich professionell zu machen. Ich glaube, dass Werder auf jeden Fall ein guter Verein dafür ist, um mich noch weiterentwickeln zu können, die nächsten Steps zu machen und mein volles Potenzial auszuschöpfen.

WERDER.DE: Du kommst gebürtig aus dem Emsland, Bremen wird jetzt deine erste Station, die etwas weiter weg ist von zuhause. Welche Rolle hat der Verbleib im Norden gespielt?

Thea Farwick: Ja, schon auch eine große. Ich glaube, dass es ganz cool ist, dass es einfach sehr gut passt und es trotzdem noch eine gewisse Nähe zu zuhause gibt. Ich glaube, das ist eine ganz gute Distanz, um mich persönlich weiterentwickeln zu können und trotzdem die Nähe zur Familie und zur Heimat zu haben.

WERDER.DE: Du darfst auch regelmäßig international Erfahrungen sammeln, durchläufst die U-Nationalmannschaften Deutschlands und durftest im vergangenen Jahr auch mit 19 Jahren schon mal in der U23 ran. Was bedeuten dir diese Nominierungen?

Thea Farwick: Es ist schon was sehr Besonderes, bei der Nationalmannschaft dabei zu sein. Da freut man sich natürlich immer extrem, wenn man da eingeladen wird. Die Erfahrungen, die man da sammelt, sind schon sehr speziell und es macht einfach enorm Spaß und ist eine große Ehre, sein eigenes Land vertreten zu dürfen.

WERDER.DE: Du hast letztes Jahr die Fritz-Walter-Medaille in Bronze verliehen bekommen, wie sehr kann so eine Auszeichnung nochmal pushen?

Thea Farwick: Schon extrem. Das ist einfach eine Auszeichnung für die Entwicklung, die man nimmt. Es pusht, es motiviert einfach, daran weiter anzuknüpfen und sich noch weiterzuentwickeln.

Thea Farwick, die ein weißes Fußballtrikot mit Nadelstreifen trägt, hält vor einem schwarzen Hintergrund einen grün-weißen Fußball in Richtung Kamera.

WERDER.DE: In Bremen waren mit Livia Peng und jetzt Mariella El Sherif auch die jungen Torhüterinnen aufgrund ihrer starken Entwicklung immer wieder im Fokus. Hat das für dich auch eine Rolle gespielt? Hast du die beiden Wege etwas verfolgt?

Thea Farwick: Absolut. Man schaut insbesondere auf seine Position, wie das so im Verein läuft. Es ist auch mein Ziel, irgendwann mal in England zu spielen, wie Livia Peng das auch tut. Ich glaube, das ist hier eine super Chance, sich zu entwickeln und dabei die möglichen Wege anderer Torhüterinnen vor Augen zu haben. Das motiviert dann natürlich auch noch mal sehr.

WERDER.DE: Um Motivation geht es auch viel im Spiel. Man redet bei Torhütern ganz oft davon, wie wichtig die Ausstrahlung und Präsenz auf dem Platz sind. Wie siehst du das und war/ist das etwas, das man sich auch erstmal aneignen muss?

Thea Farwick: Ich glaube schon, dass es ein Prozess ist und auch einfach sehr wichtig für diese Position ist. Ich glaube, damit kann man der Mannschaft schon eine enorme Sicherheit geben und auch seine eigene Qualität in gewisser Weise zeigen.

WERDER.DE: Hast du ein Vorbild, wo du dir vielleicht auch sowas gerne mal abschaust?

Thea Farwick: Ich habe kein explizites Vorbild. Es ist eher so, dass ich mir von allen so ein bisschen das abgucke, was ich gut finde, wo die deren Stärken haben und dann versuche ich das auch umzusetzen.

WERDER.DE: Mit Blick auf die kommende Saison, was hast du dir persönlich vorgenommen für deine Zeit bei Werder?

Da ich das letzte halbe Jahr verletzt war, möchte ich als erstes wieder gut ins Mannschaftstraining reinkommen. Ansonsten möchte ich hier meine Leistung bringen, alles im Training geben und mich einfach auch etablieren und persönlich in allen Bereichen auf und neben dem Platz weiterentwickeln.

WERDER.DE: Da freuen wir uns auf jeden Fall drauf. Danke dir und nochmal herzlich willkommen in Bremen.

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