Minimalziel erreicht: „Eine Saison zum Vergessen“
DER NACHBERICHT ZUM SAISONABSCHLUSS GEGEN BORUSSIA DORTMUND
19.05.26 von Moritz Studer | 4 Min
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Haken dran. Die Saison ist vorbei. Mit der 0:2-Niederlage gegen Borussia Dortmund begibt sich der SV Werder in die Sommerpause. Dass die Grün-Weißen in der kommenden Spielzeit im Fußball-Oberhaus spielen, ist ein Verdienst des Saisonschlussspurts. Dennoch geht kein Werderaner zufrieden in den Urlaub. Ein Nachbericht.
„Es war ein enges Spiel, bei dem sich Dortmund mit der Qualität in beiden Boxen den Sieg verdient hat“, kommentierte Jens Stage nach der Begegnung. In einigen Phasen der Begegnung hielt Mio Backhaus die Grün-Weißen mit insgesamt neun Torwartparaden im Spiel. Nach dem Seitenwechsel war der U21-Nationaltorhüter dann aber doch gegen Serhou Guirassys Kopfball (59.) und nach einem Konter gegen Joker Yan Couto machtlos (90.+5). „Wir wollten uns heute mit einem positiven Ergebnis verabschieden“, hadert Clemens Fritz, Geschäftsführer Fußball. „Das hätte uns gut getan, weil das aber nicht gelungen ist, bin ich jetzt gerade nicht erfreut.“
Insgesamt waren die Werderaner ohnehin von der gesamten Saison enttäuscht. Fritz sprach von einer „Saison zum Vergessen“, Amos Pieper erkannte einen „Rückschritt“ und auch Mio Backhaus zog „kein gutes Saisonfazit“. Das Fundament für einen zumindest versöhnlichen Saisonausklang schuf der SVW mit wichtigen Siegen im Frühjahr. „Neben dem Klassenerhalt war der Derbysieg das Minimalziel“, erklärte Cheftrainer Daniel Thioune. „Dafür brauchen wir kein Lob, denn niemand kann mit einem guten Gefühl aus der Saison gehen.“
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Klar ist auch, dass die Mannschaft im Sommer einen neuen Anstrich bekommt. Mit Leonardo Bittencourt wird ein Führungsspieler und Kabinenlautsprecher das Team verlassen, die Leihspieler Victor Boniface, Maximilian Wöber und Isaac Schmidt wurden bereits verabschiedet. Währenddessen sind mit Karl Hein, Cameron Puertas, Yukinari Sugawara und Jovan Milošević noch Gespräche ausstehend. „Wir führen noch viele Gespräche und weil es noch offen ist, haben wir uns entschieden, sie noch nicht zu verabschieden“, erklärte Fritz, der auf der Trainerposition Klarheit schafft. „Daniel ist in einer schweren Phase gekommen, hat die Mannschaft stabilisiert und den Auftrag Klassenerhalt erfüllt – er wird definitiv bleiben.“
Darüber hinaus läuft die Saisonanalyse in vollen Zügen. Mit Markus Pilawa übernimmt ein neuer Leiter Kaderplanung und Transferstrategie die Aufgaben von Johannes Jahns. „Wichtig ist, dass wir selbstkritisch und reflektiert sind“, betonte Fritz mit Blick auf die Sitzungen nach dem letzten Spieltag. „So eine Saison darf uns nicht nochmal passieren.“ Die Mannschaft lässt derweil die Runde auf Ibiza ausklingen, weil der SVW auf Transfereinnahmen angewiesen ist, könnte sich ihr Gesicht bis zum Trainingsstart der Saison 2026/27 durchaus noch verändern.
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