Funktionsgebäude von "Platz 11" und Trainingsplätze feierlich eröffnet

31.07.26 | 3 Min

Eine Laufbahn führt zu einer Sportanlage mit einem Holzgebäude, einer grünen Wiese, Bäumen und Flutlicht unter einem bewölkten Himmel.

Ein Meilenstein für den SV Werder Bremen: Am Freitag wurden der neue Funktionsgebäudekomplex am Stadion „Platz 11“ sowie die Trainingsplätze am Rosenweg offiziell eingeweiht.

Zur feierlichen Eröffnung luden die Grün-Weißen ein und waren durch Tarek Brauer, Geschäftsführer Organisation & Personal, und Dr. Hubertus Hess-Grunewald, Präsident und Aufsichtsratsvorsitzender, vertreten. Stellvertretend für die Freie Hansestadt Bremen nahmen Dr. Eva Högl, Senatorin für Inneres und Sport, sowie Björn Fecker, Senator für Finanzen, an der Veranstaltung teil.

Vier Personen stehen vor einem Gebäude, halten Scheren in der Hand und durchtrennen ein grünes Band mit der Aufschrift „Eröffnung Platz II 31.07.2026“.
Dr. Hubertus Hess-Grunewald, Dr. Eva Högl, Tarek Brauer und Björn Fecker nahmen die offizielle Eröffnung vor (Foto: W.DE).

„Mit den neuen Trainingsplätzen und dem modernisierten Platz 11 übernehmen wir gemeinsam Verantwortung für unseren Club und unsere Stadt. Wir schaffen moderne Bedingungen für Leistungs-, Nachwuchs- und Breitensport, investieren in die Zukunft unseres Clubs und leisten zugleich einen nachhaltigen Beitrag für die Menschen in unserer Region. Dieses Projekt steht für unsere Ambition und für Verlässlichkeit. Und es zeigt, was möglich wird, wenn unterschiedliche Partner ein gemeinsames Ziel verfolgen, tragfähige Lösungen entwickeln und sie konsequent umsetzen“, betont Tarek Brauer, der darüber hinaus das Zusammenspiel aus GmbH & Co KG, dem Sport-Verein und der Stadtgemeinde lobte.

Dr. Hubertus Hess-Grunewald betont: „Die Pauliner Marsch ist unsere Heimat und mit ganz besonderen Emotionen und Erinnerungen verbunden. Ich freue mich daher sehr, dass es uns gelungen ist, die notwendige Weiterentwicklung hier möglich zu machen. Dabei haben wir nicht nur einen Ort für den Leistungs- sondern auch für den Breitensport geschaffen, der ebenso zu unserer Identität gehört wie unsere Profi-Sportler*innen.“

Eine moderne Sportanlage mit einer Laufbahn, umgeben von Bäumen, unter einem teilweise bewölkten Himmel.
Die Funktionsgebäude auf Platz 11 werden vom Leistungs- und Breitensport genutzt (Foto: W.DE).

Als Bezirkssportanlage gehört das Stadion „Platz 11“ der Stadt Bremen. Der SV Werder Bremen hat dabei umfängliche Nutzungsrechte, die vornehmlich für Veranstaltungen im Bereich Fußball & Leichtathletik genutzt werden. Sportsenatorin Dr. Eva Högl sagt zu der abgeschlossenen Modernisierung: „Die Fertigstellung des Projekts in nur gut einem Jahr und drei Monaten ist eine großartige Gemeinschaftsleistung aller Beteiligten – dafür nochmals meinen herzlichen Dank. Die Pauliner Marsch ist ein zentraler Sportstandort in Bremen, an dem vier große Vereine und zahlreiche Sportarten – von Fußball über Leichtathletik bis hin zu Baseball und Rollsport – beheimatet sind. Über 4.500 organisierte Sportlerinnen und Sportler nutzen die vielfältigen Anlagen – ein lebendiges Zentrum für Breiten- und Leistungssport sowie für den Schulsport. Die zukunftsorientierte Weiterentwicklung des Sport Standortes Pauliner Marsch hat eine besondere Bedeutung für den Leistungs- und Breitensport sowie den Schulsport in Bremen.“

Wesentlicher Bestandteil der Sanierung war die komplette Modernisierung der Umkleidebereiche und weiterer Spieltagfunktionsräume. Der Heimbereich umfasst Kabinen für die Nutzung am Spieltag für die WERDERFRAUEN – gemäß der Lizenzierungsbedingungen – und für die U23. Neben der Gästekabine, die den nahezu gleichen Aufbau wie die Heimkabine hat, wurden fünf weitere Umkleidekabinen sowie vier Schiedsrichter*innen-Kabinen modernisiert. Darüber hinaus verfügt Platz 11 über ein neues, modernes Medienzentrum, das den Durchführungsbestimmungen des DFB vollumfänglich genügt. Zudem wurde die Gastronomie an Platz 11 modernisiert und lädt ab Donnerstag, 13.08.2026, täglich ab 11.00 Uhr dank ihres großzügigen Gastraums mit zahlreichen Sitzplätzen, einer Außen- sowie Dachterrasse zum Verweilen ein.

Bei der Bauweise wurde das Gebäude so geplant, dass es einem Hochwasser möglichst schadlos standhalten kann. Wesentlicher Bestandteil des Baus sind zudem versickerungsfähigen Pflastersteine (Klimasteine). Durch die größeren Fugen kann Regenwasser direkt in den Untergrund versickern, dort zwischengespeichert und zeitverzögert an den Boden abgegeben werden oder bei erneuter Sonneneinstrahlung verdunsten. Weitere bauliche Highlights ist die neue Fassade der Funktionsgebäude, die aus chinesischem Hochland-Bambus besteht, der als natürlich wachsender Rohstoff und guter CO₂-Speicher besonders nachhaltig ist. Zusätzlich wurde auf dem Dach des Gebäudes eine Photovoltaikanlage gebaut, dessen Strom größtenteils für die Energieversorgung des Funktionsgebäudes und des zukünftigen Campusgebäudes genutzt wird.

Die Sanierungskosten von zehn Millionen Euro wurden zu 50 Prozent von der SV Werder Bremen GmbH & Co KG übernommen. Der Sport-Verein „Werder“ von 1899 e.V. beteiligt sich mit 25 Prozent an der Gesamtmaßnahme, die Stadt Bremen zahlt 25 Prozent entsprechend Ihres Nutzungsanteils. „Mit der Modernisierung des Stadions Platz 11 investieren wir gezielt in die Zukunft des Sports in Bremen. Stadt und Verein haben gemeinsam Verantwortung übernommen und für moderne, ressourcenschonende Bedingungen gesorgt – auf und neben dem Platz. Davon profitieren nicht nur die Sportlerinnen und Sportler, sondern auch die Umwelt und unsere Stadtgemeinschaft“, sagt Senator Björn Fecker.

Neben dem Funktionsgebäude auf Platz 11 sind auch die Trainingsplätze am Rosenweg modernisiert worden. Bei der Modernisierung und Neuordnung der Plätze sind hochmoderne unverfüllte Kunstrasenplätze samt Auslauf- und Aufenthaltsflächen entstanden. Die Kosten von neun Millionen Euro trägt allein der SV Werder Bremen, je zur Hälfte die SV Werder Bremen GmbH & Co KG und der Sport-Verein „Werder“ von 1899 e.V..

Luftaufnahme zahlreicher nebeneinander liegender, von Bäumen eingerahmter Fußballplätze, im Hintergrund sind unter klarem Himmel die Skyline und ein Stadion zu sehen.
Bei der Modernisierung und Neuordnung der Plätze sind hochmoderne unverfüllte Kunstrasenplätze samt Auslauf- und Aufenthaltsflächen entstanden (Foto: W.DE).

Darüber hinaus wurde auch die Ausgleichsfläche, die durch den Wegfall der „Wilden Wiese“ gebaut wurde, am Freitag offiziell eröffnet. Im östlichen Bereich des bisherigen Parkplatzes P6 unterhalb des Osterdeiches wurde ein neuer Naturrasenplatz mit Ballfangzäunen und Toren sowie eine Basketballfläche erbaut, die allen Bürgern und Freizeitsportler*innen zur freien Verfügung steht. Werder übernimmt hierfür nicht nur die Kosten, sondern auch die Pflege. 20.000 Euro wurden dabei von der SV Werder Bremen Stiftung beigesteuert.

Während aktuell der Fokus auf dem neuen Gebäudekomplex rund um Platz 11 liegt, blickt Tarek Brauer abschließend bereits voraus: Die neuen Trainingsplätze und Platz 11 sind Teil des größten Infrastrukturprogramms der jüngeren Werder-Geschichte. Innerhalb von rund zweieinhalb Jahren realisieren wir acht neue Trainingsplätze, den modernisierten Gebäudekomplex an Platz 11 und den neuen Fußball-Campus. Mit einem Investitionsvolumen von rund 42 Millionen Euro schaffen wir die infrastrukturellen Voraussetzungen, um Werder Bremen sportlich, wirtschaftlich und organisatorisch nachhaltig weiterzuentwickeln.”

Bildergalerie

WERDER.TV: Die Eröffnung in bewegten Bildern

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