„Das ist ein ganz besonderes Kribbeln“
KARL HEIN IM EXKLUSIVEN WERDER.DE-INTERVIEW
28.08.26 von Colin Hüge | 4 Min
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Aufgrund von muskulären Problemen musste Karl Hein den 3:0-Erfolg in der ersten Pokalrunde vor dem Fernseher verfolgen. Eine Woche später meldet sich der estnische Nationaltorhüter fit und bereit für den Liga-Auftakt beim SC Freiburg am Sonntag. Im WERDER.DE-Interview verrät der 24-Jährige, wie er auf sein bevorstehendes Saisondebüt hingearbeitet hat und gibt private Einblicke über sein neues Wohnviertel und sich als Sprachtalent.
WERDER.DE: Moin, Karl! Die wichtigste Frage zuerst: Wie fühlst du dich?
Karl Hein: Moin! Ich fühle mich sehr gut, vielen Dank. Ich bin fit und bereit und kann es kaum erwarten, dass es endlich losgeht.
WERDER.DE: Dein Pflichtspielauftakt für die neue Saison verschiebt sich ja um eine Woche. Wie hast du den Pokal-Auftritt der Teamkollegen verfolgt?
Karl Hein: Ich hatte am Vormittag noch mein Reha-Training und konnte deshalb nicht vor Ort im Stadion sein. Deshalb habe ich mir das Spiel zuhause vor dem Fernseher angesehen. Das Weiterkommen war wichtig für uns. Da hatten wir in den Jahren davor auch mal Probleme. Deshalb gehen wir mit einem guten Gefühl in den Ligastart.
WERDER.DE: Wie sehr brennst du, dass es jetzt endlich mit der Bundesliga wieder losgeht? Cheftrainer Daniel Thioune hatte ja bereits auf der Pokal-Pressekonferenz betont, dass du in Freiburg spielen wirst, wenn du einsatzbereit bist.
Karl Hein: Das Kribbeln vor dem Ligastart ist immer etwas ganz Besonderes. Die Vorfreude ist groß. Vor allem wenn man sieht, dass schon andere Ligen gestartet sind und die Fans in die Stadien pilgern. Das ist sehr cool und macht große Lust auf Sonntag.
WERDER.DE: Durch die Weltmeisterschaft war die ligafreie Phase länger als sonst. Wie bewertest du die Vorbereitung, mit gleich zwei Trainingslagern?
Karl Hein: Wir haben sehr hart gearbeitet in der Vorbereitung und in den beiden Trainingslagern. Für mich persönlich war es nach meiner Verletzung zum Ende der vergangenen Saison wichtig, wieder Spielpraxis zu sammeln, sowohl im Juni mit der estnischen Nationalmannschaft als auch in einigen Testspielen mit Werder. Ich hoffe, dass sich das direkt am Sonntag auszahlt und wir mit einem guten Ergebnis in die Liga starten können.
WERDER.DE: Würdest du dich als sehr geduldigen Menschen bezeichnen? Denn du musstest einiges an Geduld mitbringen, jetzt wieder im Werder-Tor zu stehen?
Karl Hein: Ich gehe mit dem „Flow“ und denke, dass alles von Zeit zu Zeit kommt. Ich wusste, dass wenn ich hart arbeite, dann werde ich auch meine Chance bekommen. Jetzt bin ich bereit.
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WERDER.DE: In der Torwartgruppe herrscht eine sehr positive Atmosphäre. Was schätzt du an der Arbeit mit „Kiki“ Vander und den anderen Keepern?
Karl Hein: Das stimmt! Die Atmosphäre ist sehr gut. Obwohl wir Konkurrenten sind, unterstützen wir uns immer gegenseitig. Der Vibe ist perfekt, das war auch schon mit Mio so, auf den ich mich am Sonntag sehr freue. Wir haben mit Alex Schlager einen tollen Torhüter und Charakter dazugewonnen. Es macht unglaublich viel Spaß mit „Kiki“ und den Jungs.
WERDER.DE: Du hast Mio bereits angesprochen, der nach seinem Wechsel zum SC Freiburg jetzt das gegnerische Tor hüten wird und den wir direkt am 1. Spieltag wiedersehen. Eine besondere Situation?
Karl Hein: Ich freue mich einfach wahnsinnig für ihn und dass wir uns so schnell wiedersehen. Der Fokus ist aber auf mich und unsere Leistung gerichtet – es geht um drei Punkte zum Ligastart und ein gutes Ergebnis einzufahren. Aber sicher ist es für uns beide etwas Besonderes.
WERDER.DE: Du bist innerhalb Bremens nochmal umgezogen, unweit vom Weserstadion entfernt im Stadtteil „Peterswerder“. Wie kam es zu der Entscheidung?
Karl Hein: Meine Frau und ich wollten gern in eine größere Wohnung ziehen und da hat sich Peterswerder angeboten. Ich genieße es sehr hier! Die Gegend gefällt mir besonders gut, mit der Architektur der Häuser. Zudem kann ich sogar zu Fuß zum Stadion gehen, was ich bei gutem Wetter auch immer sehr gerne mache.
WERDER.DE: Neuzugang Chuki kanntest du bereits aus eurer gemeinsamen Zeit in Spanien bei Real Valladolid und sprichst auch noch passabel spanisch. Wie sieht es mit deinem Deutsch aus und woher kommt diese Begeisterung für Fremdsprachen?
Karl Hein: Mittlerweile ist mein Spanisch aber nicht mehr so gut (lacht). Ich bin einfach sehr neugierig auf neue Kulturen und eben auch Sprachen und ich mag es einfach, mich auf der Landessprache unterhalten zu können. Das ist mir wichtig. Deshalb lerne ich auch deutsch und hoffe, dass wir dieses Interview dann in einem halben Jahr nochmal auf Deutsch führen können (lacht).
WERDER.DE: Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg für Sonntag!
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