Starke Leistung wird nicht belohnt: U19 scheidet gegen Hoffenheim aus

DFB-POKAL: DER SPIELBERICHT ZUM 0:2 GEGEN DIE TSG HOFFENHEIM

30.08.26 von Moritz Kracht | 4 Min

Ein Zweikampf zwischen einem Bremer und einem Hoffenheimer.
(Foto: Moritz Kracht)

Die U19 des SV Werder Bremen scheidet nach einer guten Leistung mit 0:2 (0:0) gegen die TSG Hoffenheim aus dem DFB-Pokal der Junioren aus. In einer ausgeglichenen Partie am Sonntagvormittag fiel die Entscheidung erst in der Verlängerung, in der die Grün-Weißen zwei Gegentreffer hinnehmen mussten. Damit endet die Pokalsaison des SVW in der 2. Runde.

Bereits in den ersten Minuten zeichnete sich ab, dass das Spiel sehr ausgeglichen und in beide Richtungen offen sein würde. Die erste wirkliche Chance hatte Hoffenheim, doch Calvin Seidler war zur Stelle und entschärfte die Situation (11.). Kurz darauf folgte die erste Großchance für Werder, die Neal Afriyie über das Tor setzte. Auch die nächsten Möglichkeiten des Teams von Björn Bremermann gingen knapp am Tor vorbei (16., 18.). Werder hatte nun etwas mehr vom Spiel und kam häufiger zum Abschluss. Hoffenheim blieb jedoch ebenfalls gefährlich und kam zu weiteren Chancen (30., 31.). Tore fielen bis zur Pause nicht, sodass mit einem 0:0 in die Kabinen ging.

Werder begann den zweiten Durchgang druckvoll, doch die Partie blieb weiter offen. Hoffenheim traf mit einem Abschluss die Latte (57.), ehe Seidler einen weiteren Versuch stark parierte (61.). Auch in der Folge blieb die Begegnung chancenreich: Seidler war erneut gefordert und hielt stark (70.). Auf der anderen Seite wurde es durch Joshua Joel gefährlich, der ebenfalls das Aluminium traf (76.).

In der Folge kam Hoffenheim nach einem Missverständnis beim Abstoß noch einmal zu einer guten Möglichkeit, doch Seidler bereinigte die Situation (78.). Ein Freistoß der TSG blieb anschließend ohne Folgen (86.). In der Nachspielzeit wurde es nach einer Ecke noch einmal brenzlig, doch Werder überstand auch diese Situation (90.+3.). Nach 90 Minuten stand es weiterhin 0:0 und die Partie ging in die Verlängerung.

Ein Zweikampf zwischen einem Bremer und einem Hoffenheimer.
Werder lieferte der TSG einen langen Schlagabtausch, musste sich nach 120 Minuten aber geschlagen geben (Foto: Moritz Kracht).

Auch in den 30 Extra-Minuten blieb Werder bissig und suchte weiter den Weg zum Führungstreffer. Ablie Ceesay kam nach einem Einwurf im Fallen zum Abschluss, setzte den Ball aber über das Tor (93.). Auf der anderen Seite lenkte Seidler einen Ball stark über den Kasten (99.). Die anschließende Ecke führte schließlich zur Hoffenheimer Führung durch Josef Haßfeld (100.).

Werder blieb weiter offensiv und setzte die TSG unter Druck. Ceesay gewann den Ball vom Hoffenheimer Torhüter Nico Biedermann, der Ball ging jedoch nur ins Toraus. Ein Abschluss von Neal Afriyie blieb anschließend ungefährlich (108.), auch ein weiterer Versuch brachte keine Gefahr (110.). In der Nachspielzeit der Verlängerung machte Hoffenheim schließlich den Deckel drauf: Mattia Maduzio erzielte das 0:2 (120.+2.).

Weiter geht’s für die Bremermann-Elf am kommenden Sonntag, 06.09., um 11:00 Uhr in der Junioren-Nachwuchsliga. Dann empfängt die U19 den Berliner Athletik-Klub.

U19-Trainer Björn Bremermann: „Wir wussten, dass es eine riesige Aufgabe gegen eine der stärksten Mannschaften in Deutschland wird, haben uns aber gut darauf vorbereitet und sind mit viel Mut ins Risiko gegangen. Die Jungs haben das außergewöhnlich gut umgesetzt, gerade in der ersten Halbzeit wäre eine Führung vielleicht nicht unverdient gewesen. Am Ende stehen wir mit leeren Händen da, was natürlich ärgerlich ist, aber ich hätte nicht stolzer auf mein Team sein können. Die Art und Weise, wie wir uns heute präsentiert haben, war außergewöhnlich gut und wir werden den eingeschlagenen Weg genauso weitergehen.“

Sportlicher Leiter Marc Dommer: „Respekt an unser Team. Was wir gegen ein bärenstarkes Hoffenheim in Sachen Schärfe und Konzentrationsausdauer auf den Platz gebracht haben, ist aller Ehren wert. Fußballerisch werden wir uns weiter steigern, so dass insgesamt die Richtung stimmt.“

Aufstellung: Seidler – Poulopoulos, Strüder, Buck, Prüsch (74. Ceesay), Atilgan (57. Joel), Kaperkon (106. Nsiah), Afriyie, Bunkowski (57. Frey), Stripling (74. Tkachenko), Luft (106. Coulibaly)

Tore: 0:1 Haßfeld (100.), 0:2 Maduzio (120.+2.)

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