„Schach um die Welt“ begeistert im Klimahaus
12.06.26 von Undine Jehsert | 2 Min
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Eine Partie Schach vor der beeindruckenden Tiefsee-Kulisse Samoas, Simultanschach gegen Werder-Profis und ein Puzzle-Rush-Wettbewerb: Die Aktion „Schach um die Welt“ im Klimahaus Bremerhaven war ein voller Erfolg. Gemeinsam mit dem Klimahaus brachte die Schachabteilung des SV Werder Bremen am Donnerstag, den 11. Juni 2026, Schach und Nachhaltigkeit auf besondere Weise zusammen.
Von 11 bis 17 Uhr verwandelte sich das Klimahaus in einen außergewöhnlichen Spielort. Neben freien Spielmöglichkeiten im Foyer, Einsteigerworkshops, Blindschach und einem Puzzle-Rush-Wettbewerb konnten Besucher*innen an acht Stationen entlang der Dauerausstellung „Reise“ gegen Spieler*innen der Werder-Schachabteilung antreten. Insgesamt waren 15 Werder-Schachspieler*innen vor Ort und sorgten dafür, dass sowohl im Foyer als auch in der Ausstellung durchgehend gespielt werden konnte.
Die Idee für die Veranstaltung entstand bereits vor rund einem Jahr bei gemeinsamen Gesprächen zwischen dem Klimahaus sowie der Schach- und Nachhaltigkeitsabteilung vom SVW. „Schach und Klimawandel haben vielleicht nicht auf den ersten Blick eine direkte Verbindung, aber wir haben vor allem in Bildungsrichtung viele Parallelen gefunden, sodass früh klar war, dass wir eine gemeinsame Aktion umsetzen möchten. Schach kann uns mit vorausschauendem Denken, Prophylaxe und strategischen Fähigkeiten auch etwas darüber lehren, wie wir den Herausforderungen des Klimawandels begegnen können“, erklärte Internationaler Schachmeister und Bundesligaspieler des SVW, Collin Colbow.
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Dass die Verbindung der beiden Themen funktionierte, zeigte sich bereits kurz nach Veranstaltungsbeginn. „Wir wussten vorher nicht, ob die Besuchenden wirklich Lust haben würden, hier Schach zu spielen. Aber direkt am Anfang, als wir die Bretter in der Ausstellung aufgebaut haben, waren die ersten Kinder schon da und wollten loslegen“, berichtet Colbow.
Besonders die ungewöhnlichen Spielorte, etwa in den Bergen der Schweiz, in der Wüste des Niger oder in der Erdatmosphäre, sorgten für Begeisterung. „Mein persönliches Highlight war die Samoa-Tiefsee-Glaswand mit dem meterhohen Aquarium, vor dem Schach gespielt wurde“, erzählt Projektkoordinatorin der Nachhaltigkeitsabteilung, Dr. Ann-Kristin Müller vom SVW, die das Event für den SVW organisiert hat.
Neben den besonderen Kulissen überzeugte vor allem die große Resonanz. Zahlreiche Kinder, Jugendliche und Erwachsene nutzten die Gelegenheit, selbst die Figuren in die Hand zu nehmen. „Ich nehme vor allem die Begeisterung mit, dass sich Themen, die auf den ersten Blick weit auseinanderliegen, so gut kombinieren lassen. Es war faszinierend zu sehen, wie viele Kinder und Jugendliche sich an die Bretter gesetzt und einfach drauflos gespielt haben“, zieht Ann-Kristin ein positives Fazit.
Mit „Schach um die Welt“ haben Werder Bremen und das Klimahaus eindrucksvoll gezeigt, wie Sport, Bildung und Nachhaltigkeit zusammenwirken können und dass strategisches Denken nicht nur auf dem Schachbrett gefragt ist.
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