Einen in die Weser, einen ins Glück

CAMERON PUERTAS ENTSCHEIDET MIT SEINEM ERSTEN BUNDESLIGA-TOR DAS NORDDERBY

19.04.26 von Moritz Studer | 3 Min

Cameron Puertas klatscht mit Marco Grüll ab.

Cameron Puertas hätte sich keinen besseren Zeitpunkt aussuchen können. In seinem 24. Bundesliga-Spiel glückte dem 27-Jährigen sein erster Treffer im Fußball-Oberhaus – mit dem er ausgerechnet das 110. Nordderby (3:1) entschied. Damit krönte Puertas starke Wochen, in denen er sich eine wichtige Rolle beim SVW erarbeitete.

Dabei fehlte dem Spanier zunächst die nötige Präzision. Als ein Zuspiel von Justin Njinmah auf seinem rechten Fuß landete, beförderte Puertas die Kugel im hohen Bogen mehrere Meter über das gegnerische Gehäuse (68.). „Einer“, scherzt Cheftrainer Daniel Thioune nach der Begegnung, „ist aus dem Stadion geflogen und liegt in der Weser.“

Der Fehlschuss nahm Werders Nummer 18 aber nicht das Selbstvertrauen. Er suchte weiter seine Chance. Als Mitspieler Romano Schmid ihn in der Nachspielzeit ansehnlich mit der Hacke in Szene setzte, entschied Puertas das Nordderby mit seinem platzierten Flachschuss ins Eck. „Der Junge hat eine sensationelle Schusstechnik“, schwärmt Coach Thioune. „Man hat gesehen, wie glücklich er war, dass er derjenige war, der das Tor schießt.“

Für Puertas ist es das i-Tüpfelchen auf den vergangenen Wochen, in denen er sich seinen Stammplatz erarbeitete. Auch beim Nordderby zählte der Mittelfeldspieler mit 11,92 abgespulten Kilometern zu den laufstärksten Spielern auf dem Platz. Noch viel wichtiger war aber sein Tor, mit dem er dem SVW einen wichtigen Dreier sicherte. „Mit dem 3:1“, betont Thioune, „hatten wir die komplette Spielkontrolle auf unserer Seite.“ Dass ein Ball beinahe bis in die Weser geflogen ist, interessiert dank des Derbysiegs wohl niemanden mehr.

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