Tore, Punkte, Auszeichnungen
DER SAISONRÜCKBLICK DER WERDERFRAUEN
29.05.26 von Marcel Kuhnt | 5 Min
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Eine sehr erfolgreiche Saison liegt hinter den WERDERFRAUEN. Mit dem sechsten Platz in der Google Pixel Frauen-Bundesliga verbesserten sich die Grün-Weißen im Vergleich zum Vorjahr um einen Rang. Zudem setzten sie in der aufgestockten Liga mit 43 Zählern eine neue Bestmarke. Darüber hinaus durfte sich eine Werder-Spielerin über eine persönliche Auszeichnung freuen. Der Saisonrückblick zur Spielzeit 2025/26.
Der Sommer 2025 startete nicht nur auf dem Rasen mit einigen neuen Gesichtern, sondern auch an der Seitenlinie gab es eine Veränderung. Neben Spielerinnen wie Mariella El Sherif, Chiara D'Angelo oder Lena Petermann begann nämlich auch für Trainerin Fritzy Kromp ihre Zeit beim SVW. Sie beerbte Thomas Horsch, der die WERDERFRAUEN u.a. ins DFB-Pokal-Finale 2025 führte.
Nach intensiven Wochen der Sommervorbereitung war der Saisonstart in der Google Pixel Frauen-Bundesliga verheißungsvoll. Einem Remis zum Auftakt zuhause gegen den SC Freiburg (1:1) folgten ein klarer Auswärtserfolg beim 1. FC Nürnberg (4:1) und ein Last-Minute-Heimsieg gegen die TSG Hoffenheim (2:1), den Emöke Pápai durch einen wunderbaren Treffer herbeiführte.
Nach zwei Dämpfern in der Liga gegen Wolfsburg (2:4) und Bayern München (0:4) – zwischendurch siegten die WERDERFRAUEN in der ersten Pokalrunde mit 7:0 bei Victoria Hamburg – kam es zum ersten Nordderby der Bundesliga-Geschichte im Frauenfußball. Vor einer grün-weißen Rekordkulisse von 37.000 Fans legte Larissa Mühlhaus mit zwei Elfmetertoren – insgesamt sollte sie in der Spielzeit 2025/26 zehn Treffer vom Punkt erzielen – im Weserstadion den Grundstein zum Derbysieg.
Nach einer 0:2-Niederlage in Frankfurt folgte ein erfolgreicher November und Dezember. Die Grün-Weißen blieben wettbewerbsübergreifend sieben Spiele in Folge ungeschlagen, darunter das dramatische Weiterkommen im DFB-Pokal-Achtelfinale in Leipzig, indem El Sherif im Elfmeterschießen über sich hinauswuchs. Zwar ging das letzte Match vor dem Jahreswechsel verloren (0:3 in Freiburg), dennoch überwinterten die WERDERFRAUEN auf dem dritten Tabellenplatz.
Der Traum vom internationalen Geschäft lebte, bekam zu Jahresbeginn jedoch mehrere Dämpfer. In den Partien gegen Nürnberg (1:1), Hoffenheim (0:0) und Hamburg (1:1) ließen Hausicke, Ulbrich und Co. zahlreiche Punkte liegen. Trotz der mageren Punktausbeute machte Mühlhaus weiterhin auf sich aufmerksam, was zur Nominierung für die Deutsche A-Nationalmannschaft führte. Beim WM-Qualifikationsspiel gegen Slowenien feierte sie als erste Werder-Spielerin nicht nur ihr Debüt im DFB-Trikot, sondern erzielte beim 5:0-Erfolg sogar einen Treffer.
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Ebenfalls zu Jahresbeginn folgte ein großer Einschnitt für den Frauen – und Mädchenfußball beim SV Werder: Anfang März wurde bekannt, dass Abteilungsleiterin Birte Brüggemann den Verein verlassen wird. Als Pionierin war sie über fast zwei Jahrzehnte hauptverantwortlich für die positive Entwicklung der Abteilung.
Nach dem bitteren, wenn auch verdienten, Aus im Pokal-Viertelfinale in Essen (0:1) wechselten sich im März positive wie negative Ergebnisse in regelmäßigen Abständen ab. Auf den Achtungserfolg gegen Frankfurt (4:2) folgte eine deutliche Niederlage bei Union Berlin (1:4). Der 2:1-Heimsieg gegen Essen schloss den Monat ab.
Der April stand dann im Zeichen der Nachholspiele: Sowohl das Heimspiel gegen Wolfsburg als auch Bayern München wurden im harten Bremer Winter abgesagt, ehe sie im vierten Monat des Jahres nachgeholt wurden. Während sich der SVW gegen die Wölfe ein torloses Remis erkämpfte, beendeten die Münchenerinnen die Serie von ungeschlagenen Partien der WERDERFRAUEN auf Platz 11 und fügten ihnen die erste und letztlich einzige Heimniederlage der Saison zu (0:2). Zwischen diesen beiden Heimpartien holte der SVW noch einen Zähler beim 1:1 in Leipzig.
Den Endspurt im Mai schloss das Team von Osterdeich mit sechs Punkten aus drei Spielen ab. Während das Auswärtsmatch in Köln, das vor über 30.000 Fans im RheinEnergieSTADION ausgetragen wurde, mit 0:3 verloren ging, siegte Werder sowohl gegen Jena (7:0) als auch beim abschließenden Match in Leverkusen. Beim 3:1-Erfolg im Rheinland erzielte Mühlhaus das zwischenzeitliche 1:0, was gleichbedeutend mit ihrem 17. Saisontor war. Damit sicherte sie sich als erste Werder-Spielerin die Torjägerinnen-Kanone der Google Pixel Frauen-Bundesliga. Ein gebührendes Abschiedsgeschenk, da sowohl sie wie auch viele weitere Spielerinnen den Verein zum Saisonende verlassen haben.
Zur Spielzeit 2026/27 erwartet die Fans somit ein neues Team der WERDERFRAUEN. Mit Lilli Purtscheller, Elena Mühlemann, Isabella Jaron, Thea Farwick und Felicia Sträßer sind die ersten Neuzugänge bereits vorgestellt worden. Weitere Neuzugänge sollen folgen.
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