"Wir sind wie ein zartes Pflänzchen"
CHEFTRAINER DANIEL THIOUNE AUF DER PRESSEKONFERENZ VOR DEM UNION-SPIEL
06.03.26 von Marcel Kuhnt | 4 Min
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Der SV Werder schließt mit dem Auswärtsspiel bei Union Berlin am Sonntag, 08.03.2026 um 17.30 Uhr (live auf DAZN und im Live-Ticker auf WERDER.DE), den 25. Bundesliga-Spieltag ab. Auf der Pressekonferenz vor dem Duell mit den Eisernen blickt Cheftrainer Daniel Thioune auf den kommenden Gegner, mögliche Systemumstellungen und sein Verhältnis zu Union-Coach Steffen Baumgart. Der Werder-Coach über…
…Union Berlin: „Sie agieren ein stückweit wie Heidenheim. Sie haben eine sehr physische Herangehensweise. Zudem kommen sie über das Tempo, weshalb erneut die Restverteidigung wichtig sein wird - gerade in den Umschaltsituationen. Zudem gehen sie oft auf den zweiten Ball, was nicht heißen soll, dass ihnen ein spielerischer Ansatz fehlt. Auch mit ihren Standardsituationen generieren sie oft gefährliche Momente. Am Ende wird es so sein, dass sie in ihrem Heimspiel Aktionen schaffen werden, die wir konsequent verteidigen müssen.“
…den Heidenheim-Sieg: „Die Stimmung war nach dem Erfolg logischerweise etwas gelöster. Wir hatten ein Erlebnis, nach dem sich alle gesehnt haben. Dennoch haben wir noch nichts erreicht, sondern nur den Durst nach einem Sieg gestillt. Mit Blick auf die anderen Ergebnisse am vergangenen Spieltag war der Erfolg dann doch auch alternativlos. Daher habe ich auch den Hinweis gegeben, dass wir nicht nachlässig werden dürfen.“
…die Qualität des Teams: „Wir sind wie ein zartes Pflänzchen. Ich habe öfter betont, dass ich nicht so einen schlechten Eindruck vom Team hatte, wie es gemacht wurde. Ich sehe auch, dass wir mit vielen Teams auf Augenhöhe agiert haben, wenn ich zum Beispiel an das Spiel in Freiburg denke. Auch gegen St. Pauli waren wir spielbestimmend, nur nicht so effizient wie der Gegner.“
…die Systemfrage: „Ich habe gemerkt, dass wir gefühlt nur in Bremen uns für eine Dreier- oder Viererkette rechtfertigen müssen. Ligaweit operieren viele Teams mit beiden Systemen. Bei uns ist es daher geschuldet, dass wir mit einer Viererkette in der Vergangenheit erfolgreich waren. - so auch gegen Heidenheim. Ich bin grundsätzlich ein Trainer, der gerne mit der Viererkette spielt. Dennoch passe ich Dinge auch an, wenn es Mittel zum Zweck ist. Am Ende müssen wir von Spiel zu Spiel schauen. Aber ich finde schon, dass wir in der Lage sind, uns innerhalb der Partie anzupassen. Und so werden wir es weiterhin tun.“
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…die Chancenverwertung: „Ich würde mir mehr Sorgen machen, wenn wir die Möglichkeiten nicht hätten und unsere Spieler an vergebenen Chancen zerbrechen würden. Doch Romano und Jovan waren in der Lage, die Sache abzuschütteln, was wichtig ist. Die Klarheit der Abschlüsse zeigt auch, dass wir die Qualität haben, uns gute Möglichkeiten zu erspielen. Wir hatten gegen Heidenheim den höchsten xGoals-Wert der Saison und lassen zuletzt weniger Chancen zu. Dass erhöht die Wahrscheinlichkeit auf einen Sieg und ich hoffe, dass wir das in den kommenden Wochen bestätigen können.“
…Marco Grüll: „Wir wissen um den Wert, den Marco für unser Spiel hat. Durch seine Verlässlichkeit hat er sich die Spielzeit, die ich ihm gebe, auch verdient. Gegen Heidenheim hatte er vielleicht nicht so viel Impact wie zuvor, aber ich reduziere ihn nicht nur auf seine Tore oder Vorlagen. Auch dank seines Defensivverhaltens ist es nicht so einfach gegen uns Chancen zu kreieren. Und wenn wir ihn an sein Tor aus dem Hinspiel erinnern, fällt es ihm vielleicht auch etwas leichter, mal wieder einen Treffer zu erzielen.“
…seine Beziehung zu Steffen Baumgart: „Das Verhältnis ist über die Zeit gewachsen. Wir haben sehr früh, als er in Paderborn und ich in Osnabrück war, gegeneinander gespielt. Wir haben auch gemeinsame Spielbeobachtungen gemacht oder uns geschrieben, wenn es einem mal nicht so gut ging. Doch am Ende steht am Sonntag die Rivalität im Vordergrund, da wir das professionell trennen können. Dennoch freue ich mich, ihn zu sehen.“
…zum VAR: „Grundsätzlich ist der VAR streitbar, aber er macht den Fußball aus meiner Sicht fairer. Daher finde ich die Ideen gut, die beschlossen wurden, aber es wird auch Zeit brauchen, um sie vernünftig umzusetzen. Am Ende sitzen dort immer noch Menschen und wir Menschen sind fehlbar. Ich hoffe dennoch, dass die Fehler in Zukunft weniger werden.“
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