Startschuss für die U21-Liga

WAS DER DFL-BESCHLUSS FÜR WERDER BEDEUTET

06.03.26 | 4 Min

Die U19 im Mannschaftskreis vor einem Ligaspiel.

Das mediale Echo war groß: Ohne Gegenstimme beschlossen die Teilnehmer der DFL-Mitgliederversammlung die von einer Expert*innengruppe ausgearbeitete Einführung einer neuen U21-Liga. Auch der SV Werder Bremen um Geschäftsführer Sport Clemens Fritz, der selbst Teil der Kommission ist, steht der Einführung des Wettbewerbs positiv gegenüber, will jedoch die finale Fassung der Durchführungsbestimmungen abwarten. WERDER.DE beantwortet die wichtigsten Fragen:

Was wurde konkret beschlossen?

Auf der DFL-Mitgliederversammlung am Dienstag, 03.03.2026, haben die Vereine der 1. und 2. Bundesliga die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Gründung einer deutschlandweiten U21-Liga ab der Spielzeit 2026/27 beschlossen. Im Oktober 2025 hatte die DFL eine Expert*innengruppe bestehend aus Vertretern von DFL, Clubs, DFB sowie externen Fachleuten ins Leben gerufen, die die Empfehlung zur Einführung einer eigenen U21-Liga ausarbeitete. Teilnahmeberechtig sind die Vereine der 1. und 2. Bundesliga, die Partizipation ist freiwillig.

Wie steht der SV Werder zum neuen Wettbewerb?

Der SV Werder Bremen sieht die geplante U21‑Liga als wertvolle Erweiterung der bestehenden Nachwuchsstrukturen. „Die U21‑Liga ergänzt den Wettbewerb unserer U23 und kann jungen Spielern zusätzliche Einsatzmöglichkeiten auf sehr hohem Niveau bieten. Gleichzeitig hilft sie Vereinen dabei, die Entwicklung ihrer Talente noch gezielter zu begleiten“, sagt Clemens Fritz.

Clemens Fritz auf dem Podium bei einer Mitgliederversammlung.
Clemens Fritz ist Teil der Kommission, die den Plan zur U21-Liga ausgearbeitet hat (Foto: WERDER.DE).

Wie wird der neue Modus im Detail aussehen?

Gespielt werden sollen zwei eigenständige Serien im Ligaformat nach dem Schweizer Modell, das auch in der Champions League Anwendung findet. Dabei treffen Mannschaften aus ganz Deutschland über die Verbandsgrenzen hinaus aufeinander. Pro Halbserie sollen die Teams drei bis sechs Partien absolvieren. Die jeweils besten Mannschaften qualifizieren sich dann für ein Finalturnier, das im Sommer ausgespielt wird. Flexible Kadernominierungen, variable Terminierungen sowie die Möglichkeit, Spiele auf neutralem Boden auszutragen, sollen dabei die Belastungen für Spieler und Verein reduzieren.

Zudem dürfen pro Spieltag vier ältere Spieler eingesetzt werden, um junge Talente gezielt zu fördern oder verletzten Spielern nach längeren Pausen die Rückkehr in den Spielbetrieb zu erleichtern.

Dazu sieht die DFL eine Austragung der Spiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit vor, um den organisatorischen Aufwand zu minimieren.

Wie geht es jetzt weiter?

In nächsten Schritt sollen die konkreten Durchführungsbestimmungen von der DFL finalisiert werden. Anschließend wird auch der SV Werder Bremen die weiteren Schritte festlegen und die Details einer möglichen Teilnahme konkretisieren. „Wir haben den Prozess von Beginn an intensiv begleitet und stehen dem Wettbewerb grundsätzlich positiv gegenüber. Sobald die finalen Regularien vorliegen, werden wir intern die letzten Details klären“, erklärt Fritz.

Auch die mediale Vermarktung der Partien und die Austragung des Finalturniers werden erst in einer späteren Phase ausgearbeitet. Die Regularien sehen vor, dass die Vereine ihre Teilnahme an der U21-Liga für die kommende Spielzeit bis zum 15. Juni offiziell bei der DFL anmelden.

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