3:0 in Dortmund: Werder weiter „on fire“

Tamas-Team nach Rekordeinstellung heiß auf Gipfel mit Düsseldorf

24.03.26

Der SV Werder ist in der Tischtennis-Bundesliga auch nach seiner vorzeitigen Final-Four-Qualifikation „on fire“. Durch einen 3:0-Sieg bei Borussia Dortmund setzten die Grün-Weißen auf Platz zwei den führenden Rekordmeister Borussia Dortmund für das seit Wochen ausverkaufte Gipfeltreffen in eigener Halle am Freitag (19.00 Uhr/Livestream bei Dyn) gehörig unter Druck.

Das Team von Bremens Trainer Cristian Tamas feierte durch die Punkte von Irvin Bertrand sowie von Kasachstans frischgebackenem Einzel-Meister Kirill Gerassimenko und Mattias Falck seinen 15. Sieg in der regulären Saison und stellte damit seinen Rekord von 2020 ein. Damit bieten sich den Werderanern bis zum Ende der Hauptrunde noch drei Gelegenheiten, für einen in Bremens bisher 20 Jahre langen Bundesliga-Geschichte unerreichten Bestwert zu sorgen.

„Ich schaue mir gerne Statistiken immer an, aber es bringt nur dann etwas, wenn wir es auch mit weiteren Siegen bestätigen wie nun durch diesen auch hohen Erfolg in Dortmund. Wenn man sieht, dass Kirill und Mattias nach zum Teil schweren Reisestrapazen erst zu Wochenbeginn von ihren nationalen Meisterschaften zurückgekommen sind, haben wir sehr viel mentale Stärke gezeigt. Wichtig ist auch, dass es noch einen Grund gibt weiterzukämpfen, weil wir vielleicht doch noch eine Chance auf Platz eins haben“, lautete das Fazit von Tamas zum sechsten Auswärtserfolg.

Teammanager Sascha Greber verband seine Resümee mit einem Ausblick auf das anstehende Topspiel gegen Düsseldorf: „Das war ein überragender und kämpferisch überzeugender Erfolg. Wir haben gezeigt, dass wir für das Spitzenspiel bestens vorbereitet sind.“

Tastsächlich muss sich Werder nach seinem zweiten Erfolg nacheinander vor dem Tabellenführer nicht verstecken. Denn Bremens komplettes Trio zeigte beim BVB auch wichtige Nehmerqualitäten. Bertrand wehrte gegen Falcks früheren Weltmeister-Partner Kristian Karlsson bei 0:1 und 7:10 drei Satzbälle ab und wendete das Blatt nach zwei Satzrückständen noch, Gerassimenko war vor einer imponierenden Aufholjagd gegen Adam Szudi nach Verlust der beiden ersten Durchgänge nur noch drei Punkte von einer Niederlage entfernt gewesen, und Falck kämpfte sich gegen Alberto Mino nach dem verlorenen Auftaktsatz in beeindruckender Manier zum Erfolg und Bremer Gesamtsieg.

Für Greber war Bertrands zweiter Erfolg in Serie das Schlüsselspiel. „Irvin hat wieder hervorragend gespielt und sich nicht aus der Ruhe bringen lassen. Sein Punkt war schon das wichtige Break, das vieles einfacher gemacht hat“, meinte Greber.

Hochzufrieden war Tamas unterdessen mit der Einstellung seiner Spieler. „Es hätte nach der Final-Four-Qualifikation natürlich sein können, dass die Spannung etwas abfällt, aber ich eigentlich schon im Training und auch im Spiel nicht das Gefühl gehabt, dass die Jungs nachlassen würden“, bescheinigte der 45-Jährige seinen Profis Charakter.

Haltung wird mit Sicherheit am Freitag auch gegen Düsseldorf wieder benötigt werden. Das Prestigeduell ist in dieser Saison voraussichtlich ein Showdown um den für das Final Four wichtigen Hauptrundensieg.

Nach ihrem ersten Sieg gegen die Borussen seit 13 Jahren durch den 3:0-Coup in der Hinrunde wollen die Bremer den Rekordchampion auch in eigener Halle ärgern: „Es gibt immer eine Chance, außerdem spielen wir zu Hause. Wir werden uns bestmöglich vorbereiten – und dann sehen wir, wofür es reicht“, versprach Gerassimenko den Rheinländern am Dyn-Mikrofon schon einen heißen Tanz.

Tamas will Düsseldorf ebenfalls einen „super Kampf“ bieten: „Wenn wir uns schnell genug regenerieren können, haben wir genug Selbstvertrauen, dass das Spiel für Düsseldorf hoffentlich kein Spaziergang wird.“ (Foto: Jörg Fuhrmann)

Hinweis für Werder-Fans:

Für das Bundesliga-Spiel am Freitag (27. März/19.00 Uhr) gegen Borussia Düsseldorf sind alle Eintrittskarten restlos vergriffen. Am Spieltag sind deswegen - auch für Green-Card-Inhaber -keine Tickets mehr an der Abendkasse erhältlich.

Tischtennis, Bundesliga, 19. Spieltag:

Borussia Dortmund – Werder Bremen 0:3

Kristian Karlsson – Irvin Bertrand 2:3 (11:6, 10:12, 11:3, 7:11, 5:11)

Adam Szudi – Kirill Gerassimenko 2:3 (11:6, 11:8, 5:11, 9:11, 5:11)

Alberto Mino – Mattias Falck 1:3 (11:8, 7:11, 7:11, 8:11)

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