Eine Frage der Konstanz

CHEFTRAINER DANIEL THIOUNE BLICKT AUF DAS MAINZ-SPIEL ZURÜCK

16.03.26 von Marcel Kuhnt | 3 Min

Ein Mann in einem weißen Kapuzenpulli steht auf einem Feld, im Hintergrund ist eine verschwommene Menschenmenge zu sehen; er wirkt nachdenklich.

Das Heimspiel des SV Werder Bremen gegen den 1. FSV Mainz 05 war eine zähe Partie. Auf beiden Seiten waren echte Torchancen Mangelware. Allerdings mit dem kleinen Makel, dass die Gäste zweimal den richtigen Punch setzen konnten, was dem SVW nicht gelang. Einen Tag nach dem Duell wollte Cheftrainer Daniel Thioune daher das Spiel auch noch nicht gänzlich ad acta legen.

„Direkt nach Abpfiff hatte ich den Gedanken, dass wir das Spiel schnell abhaken müssen. Im Nachgang muss ich sagen, dass wir noch über viele Dinge sprechen mussten. Es war vieles nicht da, wo ich uns weitergesehen habe“, sagte Thioune im Rahmen einer Medienrunde am Montagvormittag. Er ergänzte: „Die 14 Tage zuvor waren so gut, dass ich eine breitere Basis erwartet habe. Eine Basis, die dazu führt, dass wir erfolgreich sind und im Abstiegskampf ein gewisses Maß an Resistenz zeigen.“

Dies gelang im 13. Heimspiel der laufenden Spielzeit leider nicht. Sowohl Paul Nebel (6.) als auch Jae-sung Lee (52.) nutzten zu Beginn der jeweiligen Halbzeit die Unaufmerksamkeiten der Grün-Weißen gnadenlos aus. „Wir müssen uns darüber hinaus vorwerfen lassen, dass wir in den wichtigsten Teilen – in den beiden Strafräumen – nicht so zuverlässig waren wie zuletzt“, so Thioune weiter, der auch für das frühe 0:1 eine sportliche Erklärung außerhalb jeglicher tierischen Störfaktoren fand: „Wir haben es versäumt, das 0:1 gut zu verteidigen. Es gab eine klare Zuordnung, die nicht vorhanden gewesen ist.“

Abgesehen davon, war es aus Sicht des Cheftrainers keine Charakterfrage, die zur 13. Niederlage der Saison führte. „Wenn du dann nach fünf Minuten zurückliegst, geht das nicht einher mit einer Einstellungsthematik. Ich fand, im Anschluss hatten wir eine ordentliche Struktur. Was uns abgegangen ist, war das saubere Ballbesitzspiel und die Konsequenz in der Box. Die Blaupause haben die Mainzer geliefert, die mit drei Toraktionen zwei Tore erzielt haben. Am Ende lag es nicht an der Einstellung, sondern an unserer eigenen Qualität.“

Bereits am Samstag in Wolfsburg können Friedl, Puertas & Co. wieder ein anderes Gesicht zeigen. „Die Mannschaft hat in vielen Momenten in der Saison gezeigt, dass sie bundesligatauglich ist. Sonst stünde sie aktuell auch nicht über dem Strich, aber die Tendenz geht dahin, dass wir die Leistungen nicht konstant halten können.“ Zeit also am nächsten Spieltag das Ruder wieder rumzureißen.

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